In den letzten Monaten habe ich meine erste Saison als Vermieterin von zwei luxuriösen Ferienwohnungen auf Texel erleben dürfen. Hier nun vier Dinge, die ich dabei von Ihnen gelernt habe. 

 

blog oktober vier tips van een gastvrouw

Im Frühling 2016 waren meine beiden Ferienwohnungen fertiggestellt. Ein 4-Personen-Ferienhaus – das später noch umgebaut wurde – und ein 6-Personen-Ferienhaus. Ich fand es sehr aufregend, endlich die Wohnungen für die ersten Gäste bereitstellen zu können. Würde sich überhaupt irgendwer für meine Häuser interessieren?

Zu meiner Erleichterung zeigte sich schnell, dass vielen vor Allem die in meinen Ferienhäusern angebotene gemütliche Atmosphäre zusprach. Die Ferienhäuser waren demnach in kürzester Zeit für die komplette Saison 2016 vermietet und einige Gäste haben bereits für 2017 reserviert.

Was habe ich daraus gelernt?

1. Entscheide dich für geeignete Plattformen, damit deine Ferienhäuser gefunden werden.

Ich stand Webseiten, die für einen Eintrag hohe Provisionen verlangten, von Anfang an sehr kritisch gegenüber. Deshalb habe ich mich für renomierte Plattformen entschieden, die ein breites Publikum erreichen und für einen Eintrag auf ihrer Seite einen entsprechend passenden, festen Beitrag verlangen.

Ich bin unter anderem auf einer Vermietungsplattform präsent, die mir und meinen Ferienhäusern Bekanntheit bei mehr als 80% meiner potentiellen Gäste verschafft hat. Das sind vor allem nette Menschen, die Texel lieben, freundlich sind und rücksichtsvoll mit Eigentum von anderen umgehen. Es gibt genügend Plattformen, die viel weniger Menschen erreichen und trotzdem ein Vielfaches an Provision verlangen. Oftmals waren diese Seiten nicht mal in der Lage, Gäste auf meine eigene Webseite weiterzuleiten. Deshalb habe ich einen kleinen Betrag darin investiert, einer Plattform beizutreten, die interessierte Gäste direkt auf meine Buchungsseite führt. Weitere Investitionen tätige ich aber lieber in die Vergrößerung der Wohlfühl- und Urlaubsatmosphäre in und um die Ferienhäuser. Sie sollen ja schließlich auch etwas davon haben. 

2. Bettwäsche und Handtücher: Sollten wie Zuhause duften

Bei zwei vermieteten Sommerhäusern kamen in dieser ersten Saison 14 Bettbezüge und 30 Handtücher zusammen, die gewaschen und gebügelt werden mussten. Jede Woche eine ganz schöne Herausforderung und viel Arbeit, die ich aber trotzdem auch weiterhin für meine Gäste komplett selber machen werde.

Es duftet einfach so wunderbar frisch und in meiner eigenen Waschmaschine bleibt die Wäsche nun einmal viel länger richtig schön. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Wäsche, die in einer großen Wäscherei gereinigt wird, doch leider oft mit Löchern oder Flecken zurückkommt. Außerdem bekommt man die Wäsche oft nur geruchlos und plattgedrückt in Plastik verpackt zurück. Ich will nicht zu einem Standardprodukt werden. Da sorge ich lieber gut für meine Gäste und bringe Wohlfühlatmosphäre ins Haus, mit einem Bett, das nach einem guten Waschmittel und einer ordentlichen Prise frischer, texelscher Luft duftet.

3. Sie fühlen sich in meinem Ferienhaus wie Zuhause

Ein männlicher Gast, der für nächstes Jahr übrigens bereits wieder mein Ferienhaus reserviert hat, gab meiner Unterkunft eine sehr gute Bewertung und erklärte auch gleich warum. Er fühlte sich in meinem Ferienhaus gleich wie Zuhause und nahm dazu noch ein paar Dekorationsideen mit in seine Heimat. “Sogar im Badezimmer standen schöne Vasen mit frischen Blumen aus dem eigenen Garten. Die Farben, das Porzellan, sogar die Lichtschalter sehen schön aus! Wir wünschen dem Haus viele vorsichtige und achtsame Gäste.”  Wieder jemand schrieb: “Es sieht noch viel schöner aus als auf den Fotos abgebildet.…”. Ich habe das Haus mit folgendem Gedanken eingerichtet: Es soll sich für meine Gäste so anfühlen, als ob sie in ihre eigene „zweite“ Wohnung eintreten. Es ist ein so schönes Gefühl, wenn mir meine Gäste bestätigen, dass mir das auch tatsächlich gelungen ist.

4. Sie wollen Ihre Ruhe und sich komplett entspannen können, wenn Sie bei uns ankommen

Eine lange Autofahrt liegt hinter Ihnen, noch einige Warteminuten vor der Fähre überstanden… Sie werden zugeben: Jetzt einfach mal im Ferienhaus ankommen, und gleich ab auf die Couch oder kurz aufs Bett legen, das wäre doch was, oder? Danach kann dann in aller Ruhe das Haus inspiziert werden.

Als meine allerersten Gäste in meinen Ferienhäusern ankamen, habe ich sie persönlich willkommen geheißen, denn ich dachte, dass sich das so gehört für eine Gastherrin. Ich merkte aber doch recht schnell, dass ich mich bei diesem Willkommensspektakel nicht wirklich wohl fühlte und auch meine Gäste oftmals viel zu müde waren und lieber einfach nur Ihre Ruhe brauchten.

Inzwischen verschicke ich lediglich eine E-Mail mit einer Beschreibung und meiner Telefonnummer an meine Gäste. Die Türe des Ferienhauses steht bei Ihrer Ankunft für Sie offen. Es befinden sich frische Blumen auf den Tischen und alles ist für Sie vorbereitet. Alle weiteren Dinge erklären sich oftmals von Selbst. Wenn Sie trotzdem noch Fragen haben oder meine Hilfe benötigen, rufen Sie mich einfach an. Ansonsten bleibe ich für Sie einfach die „unsichtbare Gastgeberin“.